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naturlaub
09.07.2017

Die Reitsportmesse Rhein-Main 2017 war ein voller Erfolg!

 

Raubritter-Ritt
Seen, Felsen und Raubritter-Burg

Nach einem ausgiebigen Frühstück starten wir vom Schönbachhof Silz Stat. Nr. 1. Unser Weg führt Richtung Westen am malerischen Silzer See vorbei. Mit seinen Liegewiesen, und Baumlehrpfad lädt der natürliche Landschaftsweiher so manchen Gast zum erfrischenden Bad an sonnigen Tagen ein. Weiter geht es vorbei an uralten Buchen hinauf zum Kellerfelsen, dessen urige Form schon so mancher im Foto festgehalten hat. Breite, weiche Waldböden garniert mit weiteren Sandsteinfelsen und einer grandiosen Aussicht über den Pfälzer Wald, lassen uns die Größe und Vielfalt des Biosphärenreservates Pfälzer Wald erahnen.

Nach einiger Zeit kommen wir durch ein offenes Tal, in dessen Anschluss wir das kleine Dörfchen Lauterschwan durchqueren. Hier haben wir Gelegenheit die Pferde am Dorfbrunnen zu tränken. Weiter geht es an großen Wiesen vorbei, wieder hinein in den Wald, der bald darauf von den ersten idyllischen vorgelagerten Seen unterbrochen wird. Auf ruhigen Wegen immer an verschiedenen Seen entlang, kommen wir schließlich zum Seehof, ein großer Badesee mit Liegewiesen und Kiosk. Während des langsamen Anstieges zur nahegelegenen Burg Berwartstein fühlen wir uns in frühere Zeiten zurückversetzt.

Wir lassen die Ruine Klein-Frankreich, ein früherer Festungstum der Burg Berwartstein vorbeiziehen und fühlen ein Schaudern, wenn wir das noch heute benannte „Leichental“ entlang reiten. In diesem starben die unglücklichen Angreifer, die mit Schleudern von der Burg aus und dem Wehrturm beschossen wurden.

Endlich geht es hinauf und wir reiten wie Raubritter Hans Trapp persönlich in die einzige vollständig erhaltene Burg der Umgebung. Die Burg, heute in Familienbesitz, bietet hinter alten Sandsteinbögen div. Anbinderinge, an denen die Pferde durch Sandsteinmauern von Wind geschützt, ihre Ruhepause verbringen. Wir haben die Wahl auf der malerisch dekorierten Felsenterrasse zu essen oder im urigen Rittersaal und dabei, bei entsprechendem Sitzplatz, die Pferde im Blick zu haben. Dass die Burg in Familienbesitz ist, merkt man nicht zuletzt bei den köstlichen, mit viel Liebe angerichteten Gerichten. Ebenso ist eine Führung durch die Burg mit Folterkammer, mittelalterlicher Küche, Schlafzimmer und durch die Gewölbe mit Kerzenlicht nur zu empfehlen, allerdings sollte man hierfür etwas Zeit einplanen. Besonders da man hierbei vom „weißen Burgfräulein“ und seinem tragischen Ende sowie dem Raubritter der Gegend Hans Trapp erfährt.

Für die Pferde werden einem von den „netten Geistern“ der Burg Eimer zum Tränken angeboten und so geht es nach der Stärkung weiter. Hier hat man auch wieder die Wahl, ob man den Seehof von der anderen Seite umrundet und über breite sandige Wege am imposanten „Schweinsfelsen“ vorbei nach Silz zurückkehrt oder aber von der Burg abwärts das „alte“ Erlenbach mit seinen Fachwerk- und Sandsteinhäusern durchquert, um über sanfte Hügel mit letzten Blicken auf die Burg Richtung Bühlhofschänke zu reiten. Diese liegt oberhalb des Örtchens Oberschlettenbach, welches mit seinen wenigen wunderschön renovierten alten Häusern 2 Dorfbrunnen und ohne Durchgangsverkehr für Fahrzeuge seines gleichen sucht. Sehr zu empfehlen ist hier die „Haltestelle Zur Nachtigall“ ein etwas anderes Lokal, gute Speisen, sowie Hausbrauerei und Pferdeparkplatz direkt dabei.

Nach Kaffee und Kuchen (sehr zu empfehlen) geht es weiter mit Blick zur Burgruine Lindelbrunn, an dessen Fuße das bewirtschaftete Cramerhaus mit Anbindestangen nochmals zum Verweilen einlädt. Die letzten 4 Km zurück zum Hof begleiten uns uralte Buchen, Eichen und verschiedene Quellen, welche hier entspringen. Am Schönbachhof angekommen und nachdem die Pferde bestens versorgt wurden, lassen wir uns mit einem guten Gläschen Wein sowie wunderbarem Essen verwöhnen und den Tag und die Eindrücke Revue passieren.

Start & Kontakt: Schönbachhof - Station 1

Reitlänge: ca. 28 km - verlängerte Tour ca. 35 km
Reine Reitzeit: ca. 4,5 Std. bzw. 6 Std.
Schwierigkeitsgrad: Mittel

Alle beschrieben Ritte sind auch mit Leihpferden möglich.
Ebenso geben wir euch gerne Kurzstrecken von 2 – 3 Stunden sowie die Verbindungen zu den umliegenden Wanderreitstationen. Die Reitmöglichkeiten sowie Ziele, wie Burgen, Ruinen, pferdefreundliche Gaststätten, Pfälzer Waldhütten usw. sind so vielfältig, dass sie hier bei weitem den Rahmen sprengen würden.

 

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