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naturlaub
09.07.2017

Die Reitsportmesse Rhein-Main 2017 war ein voller Erfolg!

 

Drei-Burgen-Ritt

Zeitreise zu Römern, Rittern und Reben

Reitlänge: ca. 26 km (diese kann auch individuell verkürzt oder verlängert werden)

Reine Reitzeit: etwa 5 Std. ohne Pausen

Ansprechpartner: Schönbachhof Silz Stat. Nr. 1, Jutta Müller-Weiland

Dieser Ritt ist auch als geführter Ritt mit Leihpferden möglich.

 

 

Rittbeschreibung:

Wir starten vom Schönbachhof Silz, Station Nr. 1 diesesmal in Richtung Osten. Am Ortsausgang von Silz passieren wir die alte Lourdgrotte, um danach oberhalb des Dörfchens langsam Richtung Römberg zu reiten. Beim Anstieg auf für die Pferde angenehmen Waldboden, bieten sich uns weite Aussichten und man erfühlt die Weite und auch Einzigartigkeit des Biosphärenreservates Pfälzerwald, welches sich nahtlos an die Nordvogesen anschließt.

 

Oben angekommen reiten wir auf dem alten Römerweg und fühlen uns auf ihren Spuren reitend in diese Zeit zurückversetzt. Er führt uns vorbei an offenen Lichtungen und über serpentinenartigen breiten Sandwegen zur mittelalterlichen Burgruine Landeck bei Klingenmünster. Die Ruine Landeck ist eine ehemalige staufische Reichsburg und war die jüngste der drei über Klingenmünster gelegenen Burgen, welche zum Schutz der Klosteranlage Klingenmünster und wahrscheinlich im Jahr 1180 errichtet worden ist.

 

Die Pferde können im Burggraben grasen und wir genießen den Blick von der Burg Landeck über das an ihrem Fuß gelegene Örtchen Klingenmünster. Hier in der Burg  gönnen wir uns eine kleine Mahlzeit und den bekannten „Pfälzer Schorle“ während unser Blick von der Burg aus hinunterwandert und sind in Gedanken bei der alten Klosteranlage, dem ehemaligen Reichskloster. Dieses wurde von den sogenannten „Schwarzen Mönchen“ gegründet, welche die Lehre Columbans vertraten. Sie gründeten im 7. Jahrhundert zahlreiche Klosteranlagen in Deutschland, Frankreich und auch Italien. Noch heute ist der Name des Klosterabtes Stephan I., welcher das Benediktinerkloster zu hohem Stand an Bildung und Kultur führte und etwa im 11. Jahrhundert wirkte bekannt.

Der Name „Clinga Monasterium“ des Klosters ist Namensgeber des heutigen Klingenmünsters. 

 

Wir ziehen weiter über den „Panoramaweg“, der sich oben entlang des Treutelsberges schlängelt und genießen den Blick über die Rheinebene und das uns zu Fuß liegende Rebenmeer. Stetig geht es bergab, bis wir schließlich unmittelbar an die Pfalzklinik Landeck treffen, um dann direkt den Weg in den Haardtrand hinauf zur Ruine Altes Schlössel, einer salischen Turmburg zu nehmen.

 

Ihr ursprünglicher Name ist unbekannt, der heutige Name Schlössel oder auch Waldschlössel, stammt von Bauern aus der Umgebung. Die Burg wurde wahrscheinlich Ende des 12. Jahrhunderts von Kaiser Friedrich Barbarossa zerstört und ist dank einer fast 6,5 m hohen Steinschicht, unter der sie Jahrhunderte begraben war, heute in einem sehr guten Zustand. In der abgeschiedenen Ruhe und der sonnendurchfluteten Lichtung, umgeben von alten Buchen und auch Kiefern  genießen wir ein kleines Picknick, während unsere Pferde genüßlich Gras zupfen können.

 

Weiter ziehen wir über weiche Waldböden hinauf und weiter zurück in die Vergangenheit zur frühmittelalterlichen Fliehburg des Heidenschuhs. Hier oben in der ältesten Schutzburganlage des Klosters vermutlich aus dem 8. oder 9. Jahrhundert, stehen wir an der Spitze des sogenannten Riesenschuhs und blicken unter uns über ein enges Tal hinüber zur Burgruine Madenburg und haben gleichzeitig einen weiten Blick östlich über die Rheinebene mit dem Rebenmeer und westlich über die Baumwipfel des Waldmeeres Pfälzerwald.

 

Wir genießen die Aussicht und die Ruhe, doch langsam wird es Zeit zurück und in der Gegenwart wieder anzukommen. Den Martinsturm mit einer ebenso atemberaubenden Aussicht und alten Gemäuern lassen wir links liegen, denn dies ist eine andere Geschichte, geschrieben für später und einen anderen unvergesslichen Ritt.

 

Über die Hochebene der Steiner Felder, wieder ein Wegstück entlang des alten Römerweges können wir noch einmal das Auge über die weite Hochebene schweifen lassen, bis wir uns von Norden wieder dem kleinen Ort Silz und dem Schönbachhof nähern. Dort angekommen genießen die Pferde die wohlverdiente Abendruhe und wir selbst freuen uns auf ein wunderbares leckeres Essen und können den Tag mit einem guten Tröpfchen Pfälzer Wein wohlig ausklingen lassen. Ob wir wohl heute Nacht von Abt Stephan und vergangenen Zeiten und ihren Burgen und Schlössern träumen werden? Wer weiß, morgen ist ein neuer wunderbarer Tag.

 

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